Peugeopél, Opelwagen, Mercopel? Bleibt die Langeweile oder bläst Teslopel zum Angriff!?

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Schon länger bin ich – augenzwinkernd – überzeugt, dass ein Opel ohne Logo erfolgreicher wäre. Spätestens seit das geniale Umparken im Kopf seine Anfangserfolge nicht fortsetzen durfte.
“Opel ohne Logo” ist übrigens nichts Schlechtes. Es sagt nur, dass das Produkt seiner Marke voraus ist. Gut. Aber nicht ideal.

Opel hätte es schaffen können. Gefühlt hatte man die Japaner, Koreaner, Amerikaner, Franzosen hinter sich gelassen – jetzt bekommt man wohl letztere als Imagekugel ans Bein gekettet.
Französische Konzernmutter? Französische Motoren? Bei einem gefühlt (und positioniert) deutschen Auto? Hm.

Opel hätte es schaffen können – mit ein wenig mehr Konsequenz. Hätte man doch nur zB Opel.de als vornehm zurückhaltenden Premium-Auftritt gefahren. Und nicht voller Kompromisse als ‘Abverkaufs’-Website mit vergleichsweise ‘billiger’ Anmutung. Hätte man zB die Umparken-Strahlkraft – einmal gezündet – kompromissloser in der werblichen Kommunikation eingesetzt.

Opel hätte es schaffen können – hätte man zB Umparken konsequent einen entscheidenden Schritt weiter gedacht. Und nicht versucht, allein das Image Opels, sondern ebenso das  seiner Fahrer und Fans umzuparken. Ein kleiner, aber entscheidender Fehltritt. Ein Faupel sozusagen.

Opel hätte es schaffen können – hätte zB die PR sich auf eine winzige Aufgabe konzentriert: noch immer ist mir kein Artikel untergekommen, der Opel mit Mercedes, Audi, BMW in einem (positiven) Atemzug nennt. Selbst mobile.des Suchmaske macht diesen kleinen, aber feinen Unterschied.

Opel hätte es schaffen können. Hätte man konsequenter versucht, sich in die Reihe der deutschen Marken einzureihen. Hätte man nicht mit nahezu jedem Werbespot insistiert, eben nicht zur Oberklasse zu gehören, sondern allein deren Features anzubieten.

Opel hätte es schaffen können. Das markenhistorische Umparken-Thema hatte in seinem Zeitfenster das Zeug, zu einer wahrhaft strategischen 2020er-Initiative elaboriert zu werden.

Hätte, hätte. Fahrradkette.

Opel könnte es schaffen. Vor allem, wenn die Gerüchte wahr sind, der Vorstand empfehle, bis 2030 zur rein elektrischen Marke zu werden. Würde man tatsächlich eine eigene Vision leben. Eine zukunftsfähige Strategie verfolgen. Mutig vorangehen.
Der Plan zur rein elektrischen Marke hat dieses Potential. Opel könnte sozusagen zu Teslopel werden. Oder natürlich zu ePol! Wenn man nicht die Fehler des ersten Ampera wiederholt.

Opel könnte es schaffen – wäre das in weiter Zukunft liegende 2030er-Ziel nicht schon wieder vorsichtig abwartend, auf der sicheren Seite bleibend, sich selbst im Wege stehend, der Umparken-Philosophie widersprechend formuliert.

Opel könnte es schaffen, böte man statt Grumpy Cats Produkte und Services mit relevantem Nutzen und wahrhaften Lösungen für die Zukunft der Mobilität und darüber hinaus.

Opel könnte es schaffen, würde man endlich so agieren als hätte man nichts zu verlieren. Würde man sich befreien vom Druck, sich Mutters Liebe immer wieder neu verdienen zu müssen. Würde man endlich die Konzerndenke hinter sich lassen, sie zu einer Start-Up-Denke (gerne á la Tesla) rekultivieren. Mit allen Konsequenzen.

Ich mag Opel. Aber ich fahre Mercedes.